headerheader
| Duration: 4:00 min.

Fernstudium kostenlos: So studierst du gebührenfrei (2026)

Kostenlos online studieren – geht das wirklich? Wir zeigen dir günstige Fernstudiengänge und Fernunis – jetzt informieren!

Studieren ohne Geld zu haben – klingt utopisch, oder? Tatsächlich stellen sich viele Studieninteressierte genau diese Frage: Gibt es ein echtes kostenloses Fernstudium in Deutschland, oder ist das nur ein Marketing-Versprechen? Die ehrliche Antwort ist: Es kommt darauf an – und dieser Artikel erklärt dir genau, worauf. Du erfährst, welche staatlichen Optionen es wirklich gibt, wann Förderung ein Studium faktisch kostenlos machen kann, und was du tun solltest, bevor du dich einschreibst.

Kann man in Deutschland wirklich kostenlos online studieren?

Diese Frage verdient eine klare, differenzierte Antwort – und die lautet: Ja, aber mit wichtigen Einschränkungen. In Deutschland gibt es tatsächlich kostenlose oder sehr günstige Fernstudiengänge, vor allem an staatlichen Hochschulen. Gleichzeitig dominieren auf dem Markt private Anbieter, die teils erhebliche Studiengebühren verlangen. Du musst also genau hinschauen, wo du studieren möchtest.

Kurz erklärt: Fernstudium 

  • Was ist das? Ein Fernstudium, bei dem du ortsunabhängig und zeitlich flexibel studierst – ohne täglich an eine Hochschule pendeln zu müssen.
     
  • Für wen relevant? Abiturient*innen, Berufstätige, Eltern, Menschen in besonderen Lebenssituationen – kurz: alle, die studieren wollen, ohne den Alltag komplett umzuwerfen.

Ist es wirklich kostenlos?

  • ✔︎ An staatlichen Hochschulen (z. B. FernUniversität Hagen): Tendenziell günstiger, teils nur Semesterbeitrag
  • ✔︎ Über Stipendien, Arbeitgeberförderung oder BAföG: Kann faktisch kostenlos werden
  • ⚠️ An privaten Anbietern: In der Regel kostenpflichtig (häufig 200–600 € pro Monat)

Zentrale Herausforderung: Hohe Eigenverantwortung, Selbstdisziplin und Finanzierungsplanung nötig.

Laut einer Analyse von Hüsch (2024) wurden zum Stichtag Juli 2023 insgesamt 1.006 Fernstudienangebote erfasst – davon kommen 68,4 % von privaten Hochschulen und nur rund 30,8 % von staatlichen Einrichtungen. Das bedeutet: Der größte Teil der Fernstudiengänge ist kostenpflichtig – doch es gibt Ausnahmen, und die sind für dich besonders relevant.
 

Der Median der Studiengebühren liegt bei 2.207 Euro pro Semester. Rund ein Zehntel der Angebote kostet unter 500 Euro pro Semester – darunter fallen vor allem staatliche Einrichtungen wie die FernUniversität in Hagen. Günstig studieren ist möglich, wenn du weißt, wo du suchst – wir helfen dir im Folgenden auf die Sprünge.

Die FernUniversität in Hagen: Deutschlands günstigste Fernuni

Wenn du nach einem seriösen, günstigen und staatlich anerkannten Fernstudium suchst, führt kaum ein Weg an der FernUniversität in Hagen vorbei. Sie ist die einzige staatliche Fernuniversität Deutschlands – und gleichzeitig die größte Universität des Landes überhaupt, mit über 70.000 Studierenden im Sommersemester 2023. Das ist kein Zufall: Flexibles Studieren zu fairen Kosten spricht viele Menschen an.

Was kostet ein Studium an der FernUni Hagen wirklich?

Die FernUni erhebt seit dem Sommersemester 2024 eine Grundgebühr von 60 Euro pro Semester sowie eine Beleggebühr von 11 Euro pro belegtem ECTS-Punkt. Hinzu kommen der Studierendenschaftsbeitrag und ein Sozialbeitrag. In der Praxis bedeutet das: Ein Bachelor-Studium kostet an der FernUni Hagen insgesamt häufig zwischen 2.000 und 2.700 Euro über alle Semester – ein Masterstudium zwischen 700 und 1.800 Euro.
 

Zum Vergleich: Private Anbieter verlangen für ähnliche Abschlüsse häufig 10.000 bis 15.000 Euro Gesamtkosten. Die FernUni ist damit das günstigste Fernstudienangebot mit vollwertigem Universitätsabschluss in Deutschland.

 

Verfügbare Studienbereiche an der FernUni Hagen:

  • Rechtswissenschaft (Erste Juristische Prüfung)
  • Wirtschaftswissenschaft (Bachelor / Master)
  • Mathematik & Informatik (Bachelor / Master)
  • Psychologie (Bachelor / Master)
  • Kultur- und Sozialwissenschaften (Bachelor / Master)
  • Politikwissenschaft, Verwaltungswissenschaft, Soziologie
  • Bildungswissenschaft (Master)
icon

Beratungsbox

Auch klassische Hochschulen gehen online

Immer mehr staatliche und traditionelle Präsenzhochschulen bieten inzwischen vollständige Online-Studiengänge oder Blended-Learning-Programme an.  Für dich bedeutet das: Wenn du ein Online-Studium anstrebst, lohnt es sich, auch reguläre Hochschulen in deiner Nähe oder deutschlandweit auf entsprechende Angebote zu prüfen. Der Vorteil dabei: staatlicher Träger, oft niedrigere Kosten, hohe Anerkennung. Einfach mal bei unserem StudyFinder reinschauen.

header

Weitere Informationen

Finanzierung des Fernstudiums

Fernstudium kostenlos durch Förderung: Deine Optionen

Auch wenn das Studium selbst Gebühren kostet, kann es durch Förderungen faktisch bzw. annähernd kostenlos werden. Sicher ist: Es gibt nicht den einen Königsweg, dein Fernstudium zu finanzieren. In der Regel kombinieren Fernstudierende mehrere Quellen. Die folgende Tabelle gibt dir eine erste Orientierung, welche Optionen es gibt und was sie auszeichnet. Mehr Infos und Tipps zur Finanzierung deines Fernstudiums hierzu findest du auch in unserem dazugehörigen Guide.

Tabelle 1: Die wichtigsten Finanzierungswege im Überblick

Finanzierungs- weg

Förderhöhe (Richtwert)

Rückzahlung nötig?

Für wen besonders geeignet?

BAföG (Vollzeit- Fernstudium)

Bis ca. 992 €/ Monat

Teilweise (zinsloses Darlehen, max. 10.010 €)

Bis 45 Jahre zum Studienbeginn, Vollzeit, einkommens- abhängig (Ausnahmen möglich)

Aufstiegs-BAföG

Zuschuss + Darlehen (Lehrgangs- kosten bis 15.000 €); Stipendium bis 992 €/ Monat + Büchergeld

Darlehensanteil ja (Stundung möglich)

Aufstiegs- fortbildungen (z. B. Meister, Fachwirt, Techniker)

Bildungs-gutschein (Agentur für Arbeit)

Volle Kosten- übernahme möglich (förderfähige Maßnahmen)

Nein

z. B. Arbeits-suchende

Stipendien (z. B. Aufstiegs-, Deutschland- stipendium)

300 €/Monat (Deutschlandstipendium, bis 12 Monate; höher möglich); Aufstiegs-stipendium bis 992 €/ Monat

Nein

Leistungsstarke und/oder engagierte Studierende (alle Semester); berufserfahrene für Aufstiegs-stipendium

Arbeit-geberförderung

Individuell verhandelbar (z. B. Kostenübernahme, Freistellung)

Nein (aber oft Bindungs-klausel)

Berufstätige in Festanstellung

KfW-Studienkredit

100-650 €/ Monat

Ja (mit Zinsen, ca. 5,88% Sollzins)

Bis 44 zum Förderbeginn, einkommensunabhängig (Ausnahmen möglich)

Steuerliche Absetzbarkeit

Unbegrenzt absetzbar (Werbungs-kosten); ca. 30–42% Rückerstattung je Steuersatz

–

Alle Berufstätigen und Zweit-studierenden (Fort-/Weiter- bildung)

Bildungs- förderung der Länder

500–4.000 € (z. B. Bildungsscheck, Qualischeck; je Land 50–80% Zuschuss)

Nein

Je nach Bundesland (z. B. Gering- verdiener, Berufstätige mit Wohnsitz/Arbeitsort dort)

Die genannten Förderbedingungen und Beträge können sich ändern, individuelle Voraussetzungen variieren: Informiere dich also immer direkt bei den zuständigen Stellen über die aktuell geltenden Regelungen.

Fernstudium kostenlos testen: Was Testmonate wirklich bedeuten

Einige private Anbieter werben mit einem „kostenlosen Testmonat". Das klingt gut – aber Vorsicht: Die Bedingungen variieren stark. Bei einigen Anbietern fällt die erste Gebühr automatisch an, sobald du den Testmonat nicht rechtzeitig kündigst. Lies deshalb das Kleingedruckte, bevor du dich anmeldest.

Das solltest du beim Testen beachten:

  • [ ] Wann genau endet der kostenlose Zeitraum?
  • [ ] Welche Kündigung ist nötig, um Kosten zu vermeiden?
  • [ ] Was ist im Test enthalten (Materialien, Online-Campus, Betreuung)?
  • [ ] Ist der Studiengang staatlich anerkannt?
  • [ ] Wer akkreditiert die Hochschule?
header

Weitere Informationen

Beste Fernuni in Deutschland

Boom des Fernstudiums: Warum immer mehr studieren – und was das für dich bedeutet

Das Fernstudium befindet sich in Deutschland auf einem bemerkenswerten Wachstumspfad. Laut dem Statistischen Bundesamt wurden im Wintersemester 2022/23 erstmals über 250.000 Fernstudierende erfasst – ein Anteil von inzwischen mehr als 8 Prozent aller Studierenden in Deutschland (Hüsch, 2024). Während die Zahl der Erstsemester an Präsenzuniversitäten seit dem Wintersemester 2019/20 rückläufig ist, wächst die Zahl der Fernstudierenden weiter deutlich.

Die häufigsten Motive für ein Fernstudium sind die Verbesserung der Arbeitsmarktchancen, berufliche Aufstiegsmöglichkeiten und persönliche Weiterentwicklung.

Was bedeutet das für dich? Erstens: Das Angebot wächst und wird besser – mehr Hochschulen, mehr Fächer, bessere digitale Lernumgebungen. Zweitens: Die gesellschaftliche Akzeptanz eines Fernstudiums steigt. Laut Krey (2022) sind die häufigsten Motive für ein Fernstudium die Verbesserung der Arbeitsmarktchancen, berufliche Aufstiegsmöglichkeiten und persönliche Weiterentwicklung – und all das lässt sich mit einem Fernstudium heute realistischer denn je erreichen.

Selbstcheck: Ist ein Fernstudium das Richtige für mich?

1

Kann ich eigenständig und ohne feste Strukturen lernen?

Ein Fernstudium funktioniert vor allem dann, wenn du Deadlines selbst setzen und einhalten kannst. Es gibt meist keinen Semesterrhythmus, der dich antreibt – nur dich selbst.

2

Wie realistisch sind meine Zeitpläne?

Laut Forschungen zur Studierendenbiografie (Krey, 2022) zeigen Fernstudierende häufig hohe Abbruchquoten, wenn die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Privatem nicht gut geplant ist. Rechne ehrlich: Wie viele Stunden pro Woche hast du wirklich für dein Studium?

3

Passt die Fachrichtung zur günstigsten Option?

Wenn dein Wunschfach an der FernUni Hagen angeboten wird, ist das vermutlich die günstigste seriöse Option. Wenn nicht – welche Förderungen kannst du für einen privaten Anbieter in Anspruch nehmen?

4

Ist staatliche Anerkennung wichtig für meinen Karriereweg?

Für manche Berufsfelder (z. B. Lehramt, bestimmte öffentliche Stellen) ist die Trägerschaft der Hochschule relevant. Kläre vorab, ob ein Abschluss einer privaten Fernhochschule bei deinem Wunscharbeitgeber anerkannt wird.

5

Habe ich einen Finanzierungsplan für die gesamte Studiendauer?

Ein Studium, das du nach zwei Semestern abbrechen musst, weil das Geld nicht reicht, hilft niemandem. Plane mindestens für die gesamte Regelstudienzeit.

header

Weitere Informationen

Mein Fernstudium

FAQ: Kostenlos studieren per Fernstudium

Wie kann ich studieren, wenn ich kein Geld habe?

Mehrere Wege können dich zum Ziel führen, je nach deiner individuellen Situation: Erstens das Studium an staatlichen Hochschulen (häufig tendenziell günstigerer Semesterbeitrag), zweitens BAföG für Vollzeitstudiengänge (bis zu 992 € monatlich, Stand 2026), drittens Stipendien wie das Aufstiegs- oder Weiterbildungsstipendium. Auch die Arbeitgeberfinanzierung und Studienkredite der KfW-Bank sind mögliche Optionen.

Kann man als Bürgergeldempfänger*in studieren?

Grundsätzlich ja. Während eines regulären, BAföG-förderfähigen Hochschulstudiums besteht jedoch in der Regel kein Anspruch auf Bürgergeld, da BAföG als vorrangige Förderung gilt. Ausnahmen gibt es aber, etwa bei einem Teilzeitstudium, in besonderen Härtefällen oder in Konstellationen, in denen BAföG von vornherein nicht greift. Deshalb ist eine individuelle Beratung durch das Jobcenter oder die Sozialberatung der Hochschule in jedem Fall sinnvoll.

Wie finanziere ich ein Fernstudium am besten?

Die häufigste Kombination ist: eigenes Einkommen (78 % der Fernstudierenden laut Umfragen) plus eine ergänzende Förderung. Besonders lohnend: das Gespräch mit dem Arbeitgeber über eine Kostenbeteiligung, die Prüfung von Stipendien und – bei Vollzeitstudium – die BAföG-Beantragung. Steuerliche Absetzbarkeit der Studiengebühren sollte ebenfalls einkalkuliert werden.

Wie viele brechen ein Fernstudium ab?

Die Abbrecherquote im Fernstudium ist relevant, aber nicht entmutigend. Forschungen (Krey, 2022) zeigen, dass bei Stichproben von Fernstudierenden rund die Hälfte der Befragten bereits einen vorherigen Studienabbruch an einer Präsenzhochschule hinter sich hatte. Die Herausforderungen liegen vor allem in der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Studium sowie in der Selbstorganisation – nicht im Studieninhalt selbst.

Muss man für ein Online-Studium bezahlen?

Das hängt vom Anbieter ab. An staatlichen Hochschulen fallen häufig nur Verwaltungsbeiträge und geringe Semestergebühren an. Private Hochschulen verlangen reguläre Studiengebühren, die sich über Stipendien, Förderungen oder Arbeitgeberunterstützung aber deutlich reduzieren oder vollständig decken lassen.

Deine nächsten Schritte

Du weißt jetzt: Der erste Schritt ist kein Einschreiben – sondern eine ehrliche Bestandsaufnahme deiner Situation: Welches Fach? Welche Förderung? Welcher Zeiteinsatz ist realistisch?
 

Wenn du herausfinden möchtest, welcher Studienweg wirklich zu dir passt – fachlich, finanziell und zeitlich –, informiere dich weiter auf unserer Website und nutze in jedem Falle die Studienberatung deiner Wunschhochschule für eine unverbindliche Erstorientierung.
 

Hinweis: Alle Angaben zu Studiengebühren und Förderbeträgen basieren auf den zum Zeitpunkt der Recherche verfügbaren Informationen. Individuelle Voraussetzungen variieren. Bitte informiere dich direkt bei der jeweiligen Hochschule oder Fördereinrichtung über aktuelle Konditionen.

Weiterführende Quellen & Informationen