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Die wichtigsten Kriterien für deinen Fernstudium-Vergleich (2026)

Finde den idealen Fernstudium‑Anbieter fürs Online-Studium: Praktische Entscheidungshilfe & Guide – jetzt informieren & richtig wählen!

Du spielst mit dem Gedanken, 2026 ein Fernstudium zu starten – aber bei über 1.000 Fernstudiengängen an mehr als 100 Hochschulen in Deutschland fällt die Orientierung schwer? Damit bist du nicht allein. Die Nachfrage nach Fernstudiengängen ist in den letzten Jahren regelrecht explodiert: Laut einer Analyse des CHE Centrums für Hochschulentwicklung waren im Wintersemester 2022/23 erstmals über 250.000 Fernstudierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben – das entspricht einem Anteil von rund 8,6 Prozent aller Studierenden (Hüsch, 2024).

Dieser Artikel liefert dir eine fundierte Entscheidungsgrundlage: mit echten Vergleichskriterien und einem klaren Blick darauf, worauf es beim Fernstudium-Vergleich wirklich ankommt.

Warum ein Fernstudium-Vergleich unverzichtbar ist

Die Fernstudienlandschaft in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Wo früher die FernUniversität in Hagen als staatliche Einrichtung nahezu allein den Markt prägte, drängen heute zahlreiche private Hochschulen mit immer neuen Studienmodellen auf den Markt. Allein die zehn größten Anbieter stellen zusammen mehr als die Hälfte aller Fernstudienprogramme in Deutschland. Dieser Boom bringt Chancen, aber auch Unübersichtlichkeit mit sich.

Kurz erklärt: Fernstudium

  • Was ist das? Ein Fernstudium ist ein akademisches Studium, das überwiegend orts- und zeitunabhängig stattfindet – per Online-Plattform, digitalen Lernmaterialien und vereinzelten Präsenzphasen.
  • Für wen relevant? Alle, die flexibel studieren möchten: z. B. Berufstätige, Eltern, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen oder alle, die keinen Präsenzstudienplatz in Wohnortnähe finden.
  • Zentrale Chance: Anerkannter Hochschulabschluss (Bachelor/Master) neben dem Job – ohne Umzug, ohne feste Vorlesungszeiten.
  • Größte Herausforderung: Hohe Selbstdisziplin, da Lernen meist eigenverantwortlich organisiert werden muss. Die Abbruchquoten im Fernstudium liegen tendenziell über denen im Präsenzstudium.

Ein sorgfältiger Fernstudium-Vergleich ist deshalb kein optionaler Schritt, sondern die wichtigste Grundlage deiner Entscheidung. Denn die Unterschiede zwischen den Anbietern sind erheblich – bei Kosten, Studienmodellen, Betreuungsqualität und Akkreditierung. Wer hier vorschnell entscheidet, riskiert nicht nur Geld, sondern auch Motivation und Zeit. Laut einer Studie des DZHW brechen etwa 27 Prozent aller Bachelor-Studierenden in Deutschland ihr Studium ab, wobei an Fernhochschulen die Quote tendenziell noch höher ausfallen kann.

Fernstudium, Online-Studium, virtuelles Studium – wo liegt der Unterschied?

Bevor du Anbieter vergleichst, lohnt es sich, die Begriffe zu klären, die dir auf jeder Hochschulwebseite begegnen. Denn „Fernstudium" ist nicht gleich „Fernstudium". Das BIBB (Bundesinstitut für Berufsbildung) unterscheidet in seinen Strukturdaten drei Varianten von Distance Education: das klassische Fernstudium mit einem Präsenzanteil unter 50 Prozent, Blended-Learning-Formate mit einem Präsenzanteil über 50 Prozent und das reine Onlinelernen komplett ohne Präsenzphasen (Fogolin, 2023). In der Praxis nutzen viele Hochschulen diese Begriffe allerdings nicht trennscharf.

Das BIBB unterscheidet drei Varianten von Distance Education: das klassische Fernstudium mit einem Präsenzanteil unter 50 Prozent, Blended-Learning-Formate mit einem Präsenzanteil über 50 Prozent und das reine Onlinelernen komplett ohne Präsenzphasen.

Was heißt das nun für dich? Wenn du einen Anbieter ins Auge fasst, frag immer konkret nach: Gibt es Pflichtpräsenzen – und wenn ja, wo und wie oft? Finden Prüfungen vor Ort statt oder online? Ist das Studium wirklich flexibel in deinen Alltag integrierbar? Diese Fragen sind kein Detail, sondern entscheidend für deinen Studienalltag. Ein „virtuelles Studium" klingt verlockend, kann aber bei manchen Anbietern trotzdem regelmäßige Anwesenheit an bestimmten Standorten erfordern – etwa für Laborpraktika oder mündliche Prüfungen.

Die wichtigsten Kriterien für deinen Fernstudium-Vergleich

Nicht jeder Anbieter passt zu jeder Lebenssituation. Die folgenden Kriterien helfen dir, systematisch zu vergleichen, statt dich von Hochglanz-Webseiten leiten zu lassen. Entscheidend ist, dass du deine eigenen Prioritäten kennst, bevor du die erste Hochschulbroschüre bzw. -website öffnest.

Akkreditierung und staatliche Anerkennung

Das kann durchaus einer der wichtigsten Punkte überhaupt sein – und trotzdem wird er von vielen Studieninteressierten übersehen. Achte darauf, dass der Studiengang akkreditiert ist (z. B. durch die FIBAA, ACQUIN oder den Wissenschaftsrat) und die Hochschule staatlich anerkannt ist. Nur dann ist dein Abschluss offiziell gleichwertig mit einem Abschluss an einer Präsenzhochschule. Private Hochschulen, die in Deutschland einen akkreditierten Bachelor oder Master verleihen, unterliegen denselben Qualitätsstandards wie staatliche Einrichtungen. Lass dich also nicht von der Unterscheidung „privat vs. staatlich" verunsichern – prüfe stattdessen immer die Akkreditierung des konkreten Studiengangs.

Kosten und Finanzierung

Die Kosten für ein Fernstudium variieren enorm. Laut Daten aus dem HRK-Hochschulkompass liegt der Median der durchschnittlichen Studiengebühren bei etwa 2.200 Euro pro Semester, wobei rund ein Zehntel der Angebote unter 500 Euro pro Semester kostet – vor allem an staatlichen Hochschulen wie der FernUniversität in Hagen – und die teuersten Programme bei bis zu 9.000 Euro pro Semester liegen (Hüsch, 2024). Insgesamt solltest du für ein komplettes Bachelor-Fernstudium mit Gesamtkosten zwischen 1.500 Euro (staatlich) und über 15.000 Euro (privat) rechnen. Master-Programme liegen häufig in einem ähnlichen Rahmen, verteilen sich aber auf eine kürzere Studienzeit, was die Kosten pro Semester erhöht.

Studienangebot und fachliche Schwerpunkte

Die meisten Fernstudiengänge in Deutschland sind im Bereich Wirtschaftswissenschaften angesiedelt – rund 35 Prozent aller Fernstudienangebote entfallen auf diesen Bereich (Hüsch, 2024). Informatik folgt mit etwa 12 Prozent, dahinter kommen Gesundheitswissenschaften, Psychologie und Wirtschaftsingenieurwesen. In Fächern wie Medizin, Chemie oder den klassischen Geisteswissenschaften ist das Angebot deutlich begrenzter. Prüfe also realistisch, ob dein Wunschfach überhaupt als Fernstudium angeboten wird, und vergleiche dann innerhalb deines Fachbereichs die konkreten Curricula verschiedener Anbieter.

Betreuung und Lernplattform

Die Qualität der Betreuung ist ein häufig unterschätzter Faktor. Die Studie von Krey (2022) zeigt, dass der Lernerfolg im Fernstudium maßgeblich von den Rahmenbedingungen der privaten Lebenswelt beeinflusst wird – und dass eine gute Betreuung durch Lehrende hier stabilisierend wirken kann. Achte deshalb darauf, wie schnell Dozierende auf Fragen reagieren, ob es persönliche Ansprechpersonen gibt und wie die Lernplattform aufgebaut ist. Viele Hochschulen bieten kostenlose Testphasen oder Schnupperstudien an – nutze diese Möglichkeit also, um die digitale Lernumgebung vorab zu testen.

Flexibilität und Vereinbarkeit

Gerade wenn du neben dem Beruf oder mit Familie studierst, ist Flexibilität kein Luxus, sondern häufig eine Voraussetzung. Prüfe, ob du Vollzeit oder Teilzeit studieren kannst, ob es feste Prüfungstermine gibt oder ob du Prüfungen flexibel ablegen kannst, und wie weit du die Studienzeit verlängern darfst, ohne zusätzliche Kosten. Die Forschung von Krey (2022) bestätigt: Fernstudierende bewegen sich in drei Lebenswelten gleichzeitig – Privatwelt, Berufswelt und Studienwelt. Die Vereinbarkeit dieser drei Bereiche gelingt häufig nur dann, wenn die private Lebenswelt stabile Rahmenbedingungen bietet.

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Berufsbegleitend studieren

Fernstudium-Vergleich mit normalem Studium: Was du wissen solltest

Ein Fernstudium unterscheidet sich vom Präsenzstudium nicht im Abschluss, aber in der Art, wie du dorthin kommst. Die Forschung zeigt, dass Fernstudierende häufig älter sind, bereits über Berufserfahrung verfügen und das Studium als bewusste Investition in ihre berufliche Zukunft betrachten (Krey, 2022; Hüsch, 2024). An den größten Fernhochschulen studieren rund 70 bis 85 Prozent der Eingeschriebenen im Bachelorstudiengang, was darauf hinweist, dass viele Fernstudierende einen ersten akademischen Abschluss anstreben – häufig neben einer bestehenden Berufstätigkeit.
 

Ein weiterer Unterschied liegt in den sozialen Lernbedingungen. Während du im Präsenzstudium automatisch in den Campus-Alltag eingebunden bist, musst du dir im Fernstudium bewusst Austauschformate suchen. Lerngruppen, Online-Foren und Präsenzveranstaltungen spielen hier eine wichtige Rolle. Die Studie von Krey (2022) identifiziert vier Typen von Fernstudierenden – Ambitionierte, Gelassene, Netzwerkende und Isolierte – und zeigt, dass insbesondere der Austausch mit Mitstudierenden den Lernerfolg positiv beeinflusst.

Fernstudium oder Abendstudium – was ist besser für dich?

Eine Frage, die sich viele Studieninteressierte stellen: Soll ich ein Fernstudium oder ein Abendstudium wählen? Beide Formate richten sich an Berufstätige, unterscheiden sich aber grundlegend. Das Abendstudium bietet feste Präsenztermine, meist an Abenden und Wochenenden, und damit einen klaren äußeren Rahmen. Das kann motivierend sein, schränkt aber die zeitliche Flexibilität ein. Ein Fernstudium hingegen lässt dir die Freiheit, selbst zu entscheiden, wann und wo du lernst – erfordert dafür aber deutlich mehr Eigeninitiative.
 

Wenn dir feste Strukturen helfen, dranzubleiben, und du in der Nähe einer Hochschule wohnst, kann ein Abendstudium die bessere Wahl sein. Wenn du dagegen unregelmäßige Arbeitszeiten hast, reisen musst oder keinen passenden Standort in der Nähe hast, bietet das Fernstudium deutlich mehr Spielraum. Es gibt hier kein objektiv besseres Format – nur das, das besser zu deinem Leben passt.

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Finanzierung des Fernstudiums

Selbstcheck: Passt ein Fernstudium zu mir?

Bevor du dich für einen Anbieter entscheidest, solltest du ehrlich reflektieren, ob das Fernstudium als Format zu dir passt. Die folgenden Fragen helfen dir dabei:

1

Kannst du dich regelmäßig zum Lernen motivieren, auch wenn niemand es kontrolliert?

Selbstdisziplin ist im Fernstudium der mit Abstand wichtigste Erfolgsfaktor. Wenn du bisher eher durch äußere Strukturen zum Lernen gekommen bist (Unterricht, Lerngruppen, Fristen), überlege, wie du dir diese Struktur im Fernstudium selbst schaffen kannst.

2

Ist dein privates Umfeld bereit, dein Studium mitzutragen?

Ein Fernstudium bedeutet, dass du über mehrere Jahre hinweg einen erheblichen Teil deiner Freizeit investierst. Laut Erhebungen liegt der wöchentliche Lernaufwand von Teilzeitstudierenden bei durchschnittlich rund 18 Stunden, bei Vollzeitstudierenden bei etwa 28 Stunden (Krey, 2022). Das betrifft Abende, Wochenenden und Urlaubszeiten – und damit möglicherweise auch dein Umfeld.

3

Hast du ein klares berufliches Ziel, das du mit dem Studium erreichen willst?

Fernstudierende, die eine konkrete berufliche Motivation mitbringen – sei es ein Aufstieg, ein Berufswechsel oder die Absicherung ihrer Position – zeigen in der Forschung eine höhere Durchhaltequote als jene, die eher unentschlossen starten.

Was bringt mir ein Fernstudium wirklich?

Ein Fernstudium kann ein echter Karrierekatalysator sein – aber es ist kein Selbstläufer. Die häufigsten Motive für ein Fernstudium sind laut Forschung die Verbesserung der Arbeitsmarktchancen, der berufliche Aufstieg und die persönliche Weiterentwicklung (Krey, 2022). Arbeitgeber schätzen an Fernstudierenden häufig Eigenschaften wie Selbstdisziplin, Zeitmanagement und Eigenmotivation, die sich aus der Studienform quasi nebenbei entwickeln.

Die Forschung zeigt deutlich, dass der Lernerfolg im Fernstudium ein hochgradig individuelles Konstrukt ist, das maßgeblich von den Bedingungen der privaten Lebenswelt abhängt.

Gleichzeitig solltest du realistische Erwartungen haben. Ein Fernstudium ist kein Schnellweg zum Abschluss. Die Mehrfachbelastung durch Beruf, Familie und Studium ist enorm, und die Abbrecherquoten im Fernstudium liegen nicht ohne Grund über dem Durchschnitt klassischer Präsenzstudien. Besonders in Phasen, in denen private Belastungen zunehmen – etwa durch gesundheitliche Probleme, Pflege von Angehörigen oder beruflichen Stress – gerät das Fernstudium häufig unter Druck. Die Forschung zeigt deutlich, dass der Lernerfolg im Fernstudium ein hochgradig individuelles Konstrukt ist, das maßgeblich von den Bedingungen der privaten Lebenswelt abhängt.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Welche Fernuni hat den besten Ruf?

Die FernUniversität in Hagen genießt als größte staatliche Fernuniversität Europas einen hohen akademischen Ruf. Unter den privaten Anbietern werden die IU Internationale Hochschule, die Euro-FH und die SRH Fernhochschule aufgrund ihrer Präsenz häufig positiv wahrgenommen. Der Ruf einer Hochschule sollte allerdings nicht dein einziges Kriterium sein – Akkreditierung, Studieninhalte und Betreuungsqualität sind zum Beispiel mindestens ebenso relevant.

Wie viele brechen ein Fernstudium ab?

Belastbare, spezifische Abbruchquoten für Fernstudiengänge werden in Deutschland leider nicht standardmäßig erhoben. Allgemein liegt die Bachelor-Abbruchquote an deutschen Hochschulen bei etwa 27 bis 28 Prozent. Im Fernstudium dürfte die Quote tendenziell höher liegen, unter anderem weil die Mehrfachbelastung durch Beruf und Familie das Durchhalten erschwert. Private Hochschulen berichten teilweise von niedrigeren Abbruchquoten als die staatliche FernUniversität in Hagen – wobei hier auch die höheren Studiengebühren als „Commitment-Faktor" eine Rolle spielen können.

Was bringt ein Fernstudium wirklich?

Ein Fernstudium führt zu einem vollwertigen, anerkannten Hochschulabschluss. Darüber hinaus schätzen Arbeitgeber an Fernstudierenden häufig Soft Skills wie Selbstorganisation, Eigenverantwortung und Durchhaltevermögen. Die tatsächlichen Karrierevorteile hängen jedoch stark von deinem Fachgebiet, deiner Berufserfahrung und deinem persönlichen Netzwerk ab. Ein Fernstudium allein ist noch kein Garant für einen beruflichen Aufstieg – aber es kann ein starkes Fundament dafür schaffen.

Welche Hochschule eignet sich am besten für ein Fernstudium?

Das hängt von deinem Fach ab. Für ein breites geisteswissenschaftliches oder sozialwissenschaftliches Spektrum bietet die FernUniversität in Hagen eine solide und kostengünstige Option. Für praxisnahe Studiengänge in BWL, Informatik oder Gesundheitswissenschaften kannst du das Angebot noch mit privaten Fachhochschulen wie der IU, der Euro-FH oder der Wilhelm-Büchner-Hochschule vergleichen. Schaue dir jedoch immer das konkrete Curriculum an, nicht nur den Hochschulnamen.

Wie wähle ich den besten Anbieter für ein Fernstudium aus?

Starte mit deinem Studienfach und filtere dann nach Kriterien, die für deinen Fall wichtig sind, z. B. Akkreditierung, Kosten, Prüfungsformaten, Betreuungsangebot und Flexibilität. Nutze unabhängige Bewertungsportale, teste das Probestudium und sprich mit aktuellen Studierenden. Die beste Wahl ist immer die Hochschule, deren Studienmodell am besten zu deiner aktuellen Lebenssituation passt.

Nächster Schritt: Finde deinen Studienweg

Du hast jetzt eine solide Grundlage, um die verschiedenen Fernstudienangebote fundiert zu vergleichen. Wenn du herausfinden möchtest, welche Studienwege überhaupt möglich sind in Deutschland, informiere dich weiter auf unserer Website oder nutze unseren StudyFinder – dort kannst du deine Interessen, Voraussetzungen und Wünsche eingeben und bekommst passende Studienangebote vorgeschlagen.

Hinweis: Die individuellen Voraussetzungen, Lebensumstände und Studienbedingungen unterscheiden sich von Person zu Person. Die Informationen in diesem Artikel dienen der Orientierung und ersetzen keine persönliche Studienberatung.

Quellen & weiterführende Informationen