Das Pharmaziestudium gehört zu den begehrtesten Studiengängen in Deutschland. Wenn du dich für diesen Weg entscheidest, stehst du schnell vor der zentralen Frage: Wie hoch ist der Numerus Clausus (NC) für Pharmazie – und welche Chancen habe ich auf einen Studienplatz?
Da die Zahl der Studienplätze begrenzt ist, spielt der NC entsprechend eine Rolle bei der Vergabe. Gleichzeitig ist er kein fester Wert jedes Jahr, sondern hängt von verschiedenen Faktoren ab – unter anderem dem Auswahlverfahren, der jeweiligen Universität und den Bewerberzahlen eines Jahrgangs. In diesem Artikel erhältst du einen Überblick über die aktuellen Pharmazie NC-Werte 2025, erfährst, wie die Vergabe über Hochschulstart funktioniert und welche Möglichkeiten es auch jenseits des klassischen NC gibt.
Warum ist der NC für Pharmazie so hoch?
Das Pharmaziestudium gehört zu den begehrten naturwissenschaftlichen Studiengängen in Deutschland – und das aus gutem Grund. Absolvent*innen können in Apotheken, der pharmazeutischen Industrie, Laboren oder in der klinischen Forschung arbeiten. Die Bandbreite an beruflichen Möglichkeiten macht Pharmazie besonders attraktiv.
Pharmazie ist außerdem ein Staatsexamensstudiengang. Anders als bei Fächern mit Bachelor- und Masterstruktur gibt es keine direkten Alternativen innerhalb des Staatsexamens. Wer jedoch flexibel ist, kann auch fachlich verwandte Studiengänge finden wie Biochemie, Life Sciences oder Chemie, die ähnliche Schwerpunkte bieten und ebenfalls spannende Perspektiven eröffnen.
Die Kombination aus hoher Attraktivität, begrenzten Studienplätzen und den Anforderungen des Staatsexamens kann die resultierenden NC-Grenzen erklären. Doch: Ein hoher NC bedeutet nicht, dass dein Traum vom Pharmaziestudium unerreichbar ist. Mit Zusatzqualifikationen wie dem Studieneignungstests und der gezielten Wahl von Unis und Quoten lassen sich deine Chancen deutlich verbessern.
Wer sich fragt „Welche Noten brauche ich für Pharmazie?“ oder „Ist Pharmazie schwerer als Medizin?“, sollte wissen: Mit Planung, Engagement und den richtigen Informationen lassen sich diese Herausforderungen meistern – der Weg ins Pharmaziestudium ist realistisch, wenn man frühzeitig beginnt und seine Möglichkeiten clever nutzt.
So funktioniert die Studienplatzvergabe für Pharmazie
Die Vergabe der Pharmazie-Studienplätze in Deutschland erfolgt zentral über Hochschulstart und folgt einem Quotenmodell. Insgesamt teilen sich die Plätze auf drei Hauptquoten auf, die unterschiedliche Wege eröffnen – selbst für Bewerber*innen mit mittlerem Abischnitt.
1. Abiturbestenquote (30 % der Plätze)
Die Abiturbestenquote richtet sich ausschließlich nach der numerischen Abiturnote. Wer zum Beispiel einen Schnitt zwischen tendenziell 1,0 und 1,4 hat, kann hier besonders gute Chancen auf einen Platz haben.
Nur die Note zählt: Praktische Erfahrungen, Tests oder andere Zusatzqualifikationen spielen in dieser Quote keine Rolle.
Tipp: Wer sehr gute Noten hat, sollte seine Wunschhochschulen dementsprechend priorisieren. Allerdings solltest du beim NC-Check nicht nur deine Abiturnote vergleichen, sondern auch die genaue Punktzahl - hier kann es je nach Uni Unterschiede innerhalb einer Note geben!
2. Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ, 10 % der Plätze)
Die ZEQ bietet Bewerber*innen die Möglichkeit, auch mit einem eher mittelmäßigen Abischnitt noch Chancen auf einen Studienplatz zu haben. Hier zählen besondere Leistungen und Qualifikationen:
- Hochschulzugangsberechtigung (HZB)
- Studierfähigkeitstest (in der Regel PhaST, für Braunschweig auch TMS, für Hamburg und Greifswald HAM-Nat)
- Anerkannte Berufsausbildung
- Anerkannter Dienst
Diese Quote ermöglicht es, durch gezielte Vorbereitung und relevante Erfahrungen die eigene Bewerbung zu stärken, auch wenn der Abischnitt nicht zur Spitzenquote reicht.
3. Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH, 60 % der Plätze)
Die größte Quote wird über das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) vergeben. Hier spielt die Abiturnote eine Rolle, aber sie ist nicht allein entscheidend. Zusätzliche Kriterien können deine Chancen deutlich verbessern:
- Hochschulzugangsberechtigung (HZB)
- Studierfähigkeitstest (in der Regel PhaST, für Braunschweig auch TMS, für Hamburg und Greifswald HAM-Nat)
- Anerkannte Berufsausbildung
- Anerkannter Dienst
- Anerkannter Preis (bildbezogener Wettbewerb)
Jede Hochschule legt eigene Kriterien fest, daher lohnt es sich, die AdH-Kriterien der Wunschuniversität genau zu prüfen und die Bewerbung strategisch vorzubereiten.
Für Zweitstudienbewerber*innen gelten zudem gesonderte Regelungen, insbesondere bei der Quotenvergabe (siehe die Vorabquote), sodass hier je nach Hochschule andere Kriterien entscheidend sein können.
Fazit: Das Quotenmodell zeigt, dass es nicht nur auf den Abischnitt ankommt. Mit gezielter Vorbereitung, Zusatzqualifikationen und der richtigen Strategie können auch Bewerber*innen mit mittleren Noten realistische Chancen auf einen Pharmazie-Studienplatz haben.
Aktuelle Pharmazie NC-Werte 2025 je nach staatlicher Hochschule
Die NC-Werte für Pharmazie variieren je nach Hochschule, Semester und Quote. Sie dienen als Orientierung, da die tatsächliche Zulassung immer von der Zahl der Bewerber*innen und den individuellen Bewerbungsprofilen abhängt. Außerdem solltest du - wenn du dich an den NC–Werten orientieren möchtest - genau schauen, welcher NC-Wert für dein Bundesland relevant ist.
Tabelle 1: NC-Werte im Wintersemester 2024/25 für Pharmazie (Quelle: Hochschulstart)
Wichtige Hinweise zu den NC-Werten
- Orientierungswerte: Die angegebenen Zahlen sind Richtwerte aus dem letzten Vergabeverfahren. Schwankungen sind möglich, abhängig von Bewerberzahlen und Notendurchschnitten in den einzelnen Bundesländern.
- ZEQ-Punkte: Über die zusätzliche Eignungsquote (ZEQ) können Bewerber*innen mit mittlerem Schnitt Zusatzpunkte sammeln, z. B. durch Ausbildung oder Freiwilligendienste.
- AdH-Schnitt: Im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) können nicht nur Noten, sondern auch Tests wie der HAM-Nat, PhaST und weitere Kriterien wie in der ZEQ Einfluss auf die Platzvergabe haben.
Auch wenn der NC an einer Wunschuni hoch ist, heißt das nicht automatisch „keine Chance“. Strategische Wahl der Hochschulen, gute Vorbereitung auf Tests und Nachweise in der ZEQ können den entscheidenden Vorteil bringen.
Fazit: Wer sich frühzeitig informiert und die Möglichkeiten der Quoten gezielt nutzt, kann selbst mit einem Schnitt jenseits der Spitzenwerte einen Studienplatz in Pharmazie erreichen.
Um deine Testergebnisse realistisch einzuschätzen, helfen dir Online-Tools wie der MediRanger oder die ncrechner-App. Dort kannst du eingeben, wo du dein Abi gemacht hast, deine Abiturpunktzahl und wie viele Punkte du z. B. beim PhaST erreichen konntest – und bekommst direkt die Info geliefert, bei welchen Hochschulen du bei Hochschulstart in den zulassungsfähigen Bereich kommen könntest.
Zusammenfassungsfeld
Der NC ist nur ein Richtwert, keine starre Grenze. 30 % der Plätze gehen über die Abiturbestenquote, 60 % über die Auswahlverfahren der Hochschulen und 10 % über die zusätzliche Eignungsquote, bei der Noten in der Regel keine bzw. eine untergeordnete Rolle spielen.
- Motivation: Wer sich gut vorbereitet, Fristen einhält und den passenden Studieneignungstest (in der Regel PhaST) solide vorbereitet und ernst nimmt, kann seine Chancen erheblich steigern.
- Strategie: Schöpfe deine Möglichkeiten voll aus und gebe bei deiner Hochschulstart-Bewerbung alle möglichen Hochschulen an. Vergiss außerdem nicht, dich - falls du leer ausgegangen bist - beim Koordinierten Nachrückverfahren anzumelden, um hier nochmal von Restplätzen profitieren zu können.
- Alternativen nutzen: Private Hochschulen, Hochschulen im Ausland oder alternative Studiengänge können Chancen eröffnen, auch ohne Top-Abitur.


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