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Gehalt Duales Studium: Wer verdient am meisten? (2026)

Wie hoch ist der Verdienst im dualen Studium – rund um Polizei, BWL, Informatik, Soziale Arbeit & Co.? Außerdem: Das solltest du vor der Bewerbung ums Gehalt klären!

Weiter geht’s mit der Planung “Duales Studium”: Du stehst kurz vor dem Schulabschluss und fragst dich, wie du dein Studium finanzieren sollst – ohne Nebenjob, ohne Studiengebühren, ohne den finanziellen Druck, der viele Vollzeitstudierende begleitet? Dann hast du sicher schon in Richtung duales Studium recherchiert. Und die wichtigste Frage, die sich dabei fast alle stellen, lautet: Wie viel verdient man eigentlich dabei?
 

Die Antwort ist nicht ganz einfach – aber sie ist gut. Denn im dualen Studium bekommst du in der Regel jeden Monat ein Gehalt ausgezahlt, und das gilt sowohl für die Praxisphasen im Unternehmen als auch für die Theoriephasen an der Hochschule. Was diese Vergütung konkret bedeutet, von welchen Faktoren sie abhängt – und was du unbedingt wissen solltest, bevor du dich bewirbst – das erklärt dir dieser Artikel Schritt für Schritt.

Kurz erklärt: Gehalt im dualen Studium

Im dualen Studium erhältst du als Studierende*r in der Regel monatlich ein festes Gehalt von deinem Praxispartnerunternehmen – unabhängig davon, ob du gerade im Betrieb oder an der Hochschule bist.

  • Für wen relevant? Schulabgänger*innen und Studieninteressierte, die Theorie und Praxis verbinden und gleichzeitig Geld verdienen wollen.
  • Typische Spanne: 600 € bis 1.900 € brutto pro Monat – je nach Studiengang, Branche, Unternehmensgröße und Bundesland.
  • Wichtig: Es gibt keine gesetzliche Mindestvergütung für praxisintegrierende duale Studiengänge – hier ist die Bezahlung Verhandlungssache mit dem Unternehmen.
  • Chance: Häufig kein Nebenjob nötig, oft Übernahme der Studiengebühren und Übernahme nach dem Abschluss.
  • Herausforderung: Geringere Flexibilität als im klassischen Studium; Gehalt unterliegt Steuern und Sozialabgaben.

Wie funktioniert die Bezahlung im dualen Studium?

Eines der größten Missverständnisse rund ums duale Studium lautet: "Ich bekomme ja nur in den Praxisphasen Geld." Das stimmt so nicht ganz. In der Regel zahlt dein Praxispartner dir das monatliche Gehalt das ganze Studienjahr über – also auch dann, wenn du dich gerade an der Hochschule z. B. mit Statistik, Betriebswirtschaft oder Ingenieurwesen beschäftigst. Das liegt daran, dass du mit deinem Unternehmen einen Arbeits-, Ausbildungs- oder Studienvertrag abschließt, der dich rechtlich absichert und dir laufende Bezüge sichert.

 

Anders als beim klassischen Studium, wo du entweder selbst für deinen Lebensunterhalt sorgen musst – ob durch Eltern, BAföG oder Nebenjobs – bist du im dualen Studium von Anfang an in ein Beschäftigungsverhältnis eingebunden. Das hat praktische Konsequenzen: Du bist sozialversichert, hast Urlaubsanspruch und zahlst in der Regel Steuern und Sozialabgaben auf dein Gehalt. Weil das Jahreseinkommen vieler dual Studierender aber oft unterhalb oder knapp über dem steuerlichen Grundfreibetrag liegt, bleibt netto oft ein großer Teil des Bruttogehalts übrig.
 

Beim ausbildungsintegrierenden dualen Studium – also wenn du gleichzeitig eine staatlich anerkannte Berufsausbildung absolvierst – ist die jährliche Steigerung deiner Vergütung sogar gesetzlich vorgeschrieben, nämlich durch das Berufsbildungsgesetz (§ 17 BBiG). Beim praxisintegrierenden Studium, bei dem du keinen formalen Ausbildungsabschluss erlangst, legt das Unternehmen die Höhe der Vergütung hingegen frei fest.

Wie viel Geld bekommt man im dualen Studium?

Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt sehr darauf an. Aber es gibt klare Orientierungswerte. Die Vergütung im dualen Studium bewegt sich in Deutschland typischerweise zwischen 600 und 1.900 Euro brutto pro Monat. Der Großteil der dual Studierenden verdient dabei zwischen 900 und 1.300 Euro im ersten Jahr – mit einer jährlichen Steigerung von rund 50 bis 200 Euro.

Im ersten Studienjahr liegen die meisten Gehälter zwischen 800 und 1.100 Euro brutto. Im zweiten Jahr steigen sie auf 950 bis 1.200 Euro, im dritten Jahr häufig auf 1.050 bis 1.400 Euro – bei Toparbeitgebern auch darüber. Nettomäßig bedeutet das je nach Steuerklasse oft 850 bis 1.200 Euro im Monat, ohne dass du einen Nebenjob brauchst.

Tabelle 1: Wie viel Geld bekommt man im dualen Studium?

Studienjahr

Typische Spanne (brutto)*

Bei Toparbeitgebern (brutto)

1. Jahr

800 € – 1.100 €

bis zu 1.500 €

2. Jahr

950 € – 1.250 €

bis zu 1.600 €

3. Jahr

1.050 € – 1.400 €

bis zu 1.900 €

*Hinweis: Alle Angaben sind Richtwerte und Bruttovergütungen. Individuelle Gehälter können je nach Unternehmen, Branche und Region abweichen.

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Weitere Informationen

BAföG & Duales Studium

Was beeinflusst dein Gehalt im dualen Studium? Die 5 wichtigsten Faktoren

Warum verdient jemand im dualen Studium BWL bei einer großen Versicherung 1.350 Euro und jemand anderes im gleichen Fach bei einer kleinen Agentur nur 650 Euro? Ganz so willkürlich ist das nicht. Es gibt klare Einflussfaktoren, die dein Gehalt bestimmen können – und die du kennen solltest, bevor du dich bewirbst.

1. Studienformat: ausbildungsintegrierend vs. praxisintegrierend

Das wahrscheinlich wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist das Studienmodell. Im ausbildungsintegrierenden dualen Studium absolvierst du parallel eine staatlich anerkannte Berufsausbildung. Hier gilt eine gesetzliche Mindestvergütungspflicht nach BBiG, die jährlich steigt. Das gibt dir mehr Sicherheit. Im praxisintegrierenden Studium gibt es diese Pflicht nicht – die Vergütung ist Verhandlungssache. In der Praxis zahlen die meisten Unternehmen aber trotzdem, da sie qualifizierte Studierende anziehen möchten.

2. Branche und Unternehmenstyp

Banken, Versicherungen, IT-Konzerne und der öffentliche Dienst zahlen in der Regel deutlich besser als Unternehmen aus dem Tourismusbereich, dem sozialen Sektor oder dem Einzelhandel. Große Konzerne bieten oft strukturierte Vergütungsmodelle mit jährlicher Steigerung, Zusatzleistungen und klaren Karrierepfaden. Kleinere Unternehmen zahlen manchmal weniger, bieten dafür aber oft mehr Eigenverantwortung und persönliche Betreuung – ein Abwägen lohnt sich für deinen konkreten Fall.

3. Studiengang bzw. Fachrichtung

IT und Informatik, Wirtschaftsingenieurwesen und Banking zahlen häufig am meisten Gehalt. Soziale Arbeit, Tourismus oder Gesundheitsmanagement liegen tendenziell nam unteren Ende der Gehaltsskala. Das liegt nicht daran, dass diese Berufe weniger wertvoll sind, sondern an der Marktlage und den Tarifsystemen in den jeweiligen Branchen. Technische Studiengänge profitieren oft von einem starken Fachkräftemangel, der die Gehälter treibt.

4. Region und Standort

Wer im Westen Deutschlands oder in einer Großstadt studiert, verdient tendenziell mehr als jemand in ländlicheren Regionen im Osten. Das hat mit regionalen Tarifunterschieden, Lebenshaltungskosten und der Unternehmenslandschaft vor Ort zu tun. Gleichzeitig bieten manche Unternehmen extra Zuschüsse für Miete oder Fahrtkosten, wenn der Studienort weit entfernt liegt – was die reale finanzielle Situation deutlich verbessern kann.

5. Zusatzleistungen – mehr als nur das Bruttogehalt

Das Bruttogehalt allein sagt manchmal wenig über die tatsächliche finanzielle Situation aus. Viele Unternehmen bieten ihren dual Studierenden attraktive Zusatzleistungen, die das Gesamtpaket aufwerten können. Dazu gehören:

  • Übernahme der Studiengebühren (kann 200–500 Euro pro Monat einsparen)
  • Urlaubs- und Weihnachtsgeld
  • Vermögenswirksame Leistungen
  • Firmenlaptop und Smartphone
  • Fahrtkosten- oder Mietkostenzuschuss
  • Verpflegungszuschuss oder vergünstigtes Mittagessen
  • Bonuszahlungen bei guten Studienleistungen

All diese Leistungen können den tatsächlichen Wert des Vergütungspakets um mehrere Hundert Euro pro Monat erhöhen – und sollten deshalb immer in den Vergleich einbezogen werden.

Gehalt nach Studiengang: Was verdient man in welchem Fach?

Eines der häufigsten Suchthemen rund ums duale Studium: Was verdiene ich konkret in meinem Wunschfach? Die Antwort kann natürlich stark variieren. Hier geben wir dir einen realistischen Überblick basierend auf Unternehmensangaben.

Gehalt duales Studium Informatik und Wirtschaftsinformatik

IT ist eine der bestbezahlten Fachrichtungen im dualen Studium. Konzerne wie SAP, T-Systems, Siemens oder Bundesdruckerei zahlen dual Studierenden in der Informatik und Wirtschaftsinformatik zwischen 955 und 1.325 Euro im ersten Jahr, mit möglicher Steigerungen auf bis zu 1.500 Euro im dritten Jahr. Zusatzleistungen wie Laptop, Firmenhandy, Fahrtkosten und Semestergebühren-Übernahme sind in dieser Branche häufig Standard – aber nicht garantiert bei jedem Anbieter.

 

Gehalt duales Studium BWL

BWL-Studiengänge decken ein riesiges Spektrum ab – und das spiegelt sich auch beim Gehalt wider. Wer bei einer großen Versicherung oder Bank dual BWL studiert, kann mit 1.200 bis 1.500 Euro rechnen. Im Handel (z. B. ALDI, Lidl, dm) sind 1.400 bis 1.800 Euro im dritten Jahr möglich. Am unteren Ende stehen kleinere Betriebe oder weniger lukrative Branchen wie Tourismus oder Event-Management mit teilweise unter 800 Euro.

Gehalt duales Studium Maschinenbau

Maschinenbau ist bei Unternehmen sehr gefragt, was sich auch in der Vergütung zeigt. Die Spanne liegt je nach Unternehmen zwischen 850 und 1.300 Euro, bei Industriekonzernen im dritten Jahr auch manchmal darüber. Laut dem AusbildungPlus-Bericht des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) ist Maschinenbau/Verfahrenstechnik mit 268 dualen Studiengängen und fast 10.000 Studierenden einer der stärksten Bereiche – das zeigt, wie gefragt dieser Studienweg ist.

Gehalt duales Studium Soziale Arbeit

Soziale Arbeit ist eines der gesellschaftlich wichtigsten Felder – doch leider eines der am tendenziell geringsten vergüteten im dualen Studium. Die Spanne liegt oft zwischen 700 und 1.100 Euro brutto, je nach Träger und Region. Kommunale Träger oder große Wohlfahrtsverbände zahlen tendenziell besser als kleine Einrichtungen. Dafür bietet das Feld hohe Jobsicherheit, sinnstiftende Arbeit und solide Einstiegsgehälter nach dem Studium.

Gehalt duales Studium Polizei und öffentlicher Dienst

Wer dual bei der Polizei oder im öffentlichen Dienst (z. B. Bundesagentur für Arbeit, Zoll, Finanzamt) studiert, kann von transparenten Tarifstrukturen profitieren. Die Bundesagentur für Arbeit etwa zahlt im dualen Studium Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung eine Vergütung von rund 1.925 Euro brutto – eine der höchsten im Vergleich. Nach dem Abschluss winkt dort ein unbefristetes Arbeitsverhältnis mit einem Einstiegsgehalt von rund 56.290 Euro brutto im Jahr.

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Urlaub im dualen Studium

Wird das Gehalt im dualen Studium versteuert?

Ja – das Gehalt im dualen Studium unterliegt grundsätzlich der Einkommensteuer und den Sozialabgaben. Allerdings profitieren viele dual Studierende davon, dass ihr Jahreseinkommen oft unter oder knapp über dem steuerlichen Grundfreibetrag liegt (2025: 12.096 Euro). Das bedeutet: Wenn du im ersten Studienjahr rund 1.000 Euro brutto im Monat verdienst (12.000 Euro im Jahr), zahlst du faktisch kaum oder keine Einkommensteuer.
 

Wichtig ist dennoch: Sozialabgaben (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung) fallen in der Regel an, da du als Arbeitnehmer*in oder Auszubildende*r eingestuft bist. Das reduziert das Nettogehalt um typischerweise 18 bis 22 % gegenüber dem Bruttobetrag. Praktisch bedeutet das: Bei 1.100 Euro brutto bleiben typischerweise etwa 850–870 Euro netto übrig (im Fall: ledig, Steuerklasse I, ohne Kinder).

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Einkommensteuererklärung

Wenn bei dir zu viel Lohnsteuer einbehalten wurde (z. B. nur Teil des Jahres gearbeitet), holst du das über eine Einkommensteuererklärung beim Finanzamt zurück – das gilt auch für dual Studierende. Außerdem kannst du studiumsbezogene Ausgaben als Werbungskosten absetzen – z. B. Fachliteratur, Fahrtkosten oder Arbeitsmittel.

Gibt es eine Mindestvergütung im dualen Studium?

Das ist eine Frage, die viele Studieninteressierte beschäftigt – und die Antwort ist differenziert. Grundsätzlich gibt es für praxisintegrierende duale Studiengänge keine gesetzliche Mindestvergütung. Das bedeutet: Manche Unternehmen zahlen gar nichts oder sehr wenig – rechtlich ist das (bisher) möglich.
 

Anders sieht es beim ausbildungsintegrierenden dualen Studium aus. Da du dabei auch eine formale Berufsausbildung nach BBiG absolvierst, greift die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung. Diese betrug 2024 für das erste Ausbildungsjahr mindestens 649 Euro brutto und steigt in den Folgejahren. In der Praxis zahlen die meisten Unternehmen – auch bei praxisintegrierenden Modellen – deutlich mehr, weil sie im Wettbewerb um gute Studierende stehen.
 

Es gibt politische Bestrebungen, eine Mindestvergütung auch für praxisintegrierende Studiengänge einzuführen. Stand 2025 ist das jedoch noch nicht gesetzlich verankert. Informiere dich beim Abschluss deines Studienvertrags genau, welche Vergütung vereinbart wird – und lass dir das schriftlich bestätigen.

Mini-Selbstcheck: Ist das Gehalt im dualen Studium das Richtige für mich?

Bevor du dich auf Bewerbungssuche begibst, lohnt sich eine kurze Reflexion. Beantworte diese Fragen ehrlich – sie helfen dir, die finanzielle Dimension des dualen Studiums realistisch einzuschätzen:

  • Kann ich von rund 900–1.200 Euro netto im Monat gut leben, wenn z. B. Miete, Semesterticket und Lebenshaltungskosten abgehen?
  • Ist es mir wichtig, sofort eigenes Geld zu verdienen und finanziell unabhängig zu sein – auch wenn das Gehalt zunächst überschaubar ist?
  • Habe ich Interesse an einer Branche, die duales Studium gut vergütet (z. B. IT, Banken, Industrie)?
  • Bin ich bereit, Gehaltsverhandlungen zu führen und Zusatzleistungen aktiv anzufragen?

Wenn du die meisten dieser Fragen mit Ja beantwortest: Das duale Studium ist finanziell für dich attraktiv und machbar. Wenn du unsicher bist oder einige Punkte mit Nein beantwortet hast: Schau dir auch andere Finanzierungsmodelle an – z. B. klassisches Studium mit BAföG oder Stipendium.

Checkliste: Das solltest du vor der Bewerbung ums Gehalt klären

Viele Studieninteressierte schauen zuerst auf den Studiengang – und vergessen dabei, die finanziellen Details zu prüfen. Damit dir das nicht passiert, haben wir die wichtigsten Punkte zusammengestellt:

  • Welche Vergütung wird im Studienvertrag konkret angegeben? (Brutto oder Netto? Jährliche Steigerung?)
  • Werden Studiengebühren vom Gehalt abgezogen oder vollständig vom Unternehmen übernommen?
  • Gibt es Zusatzleistungen wie Urlaubs-/Weihnachtsgeld, Fahrtkosten oder Wohnkostenzuschuss?
  • In welcher Steuerklasse wirst du eingestuft – und was bedeutet das für dein Nettogehalt?
  • Gilt das Gehalt auch in den Theoriephasen an der Hochschule – oder nur in den Praxisphasen?
  • Wie hoch sind die monatlichen Lebenshaltungskosten am Studienort – und reicht das Gehalt dafür aus?
  • Was passiert, wenn du die Prüfung nicht bestehst – verlierst du dann deinen Vertrag und dein Gehalt?
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Triales Studium

FAQ – Häufige Fragen zum Gehalt im dualen Studium

Wie hoch ist das Nettogehalt im dualen Studium?

Das Nettogehalt im dualen Studium hängt von Steuerklasse, Kirchensteuerpflicht und Jahresverdienst ab. Als Faustregel kann gelten: Du bekommst rund 78 bis 82 % des Bruttogehalts netto ausgezahlt. Bei 1.000 Euro brutto sind das z. B. etwa 860 bis 880 Euro netto. Viele dual Studierende zahlen kaum Lohnsteuer, weil ihr Jahresverdienst unter dem steuerlichen Grundfreibetrag liegt.

Was ist ein gutes Gehalt für ein duales Studium?

Als gutes Gehalt gelten im dualen Studium rund 1.100 bis 1.400 Euro brutto pro Monat im Verlauf des Studiums. Alles über 1.300 Euro brutto im ersten Jahr ist überdurchschnittlich. Bei Toparbeitgebern in IT, Banking oder Industrie sind bis zu 1.800 Euro im dritten Jahr möglich. Wichtig: Zusatzleistungen wie Studiengebühren-Übernahme können das Gesamtpaket deutlich aufwerten.

Wird das Gehalt beim dualen Studium versteuert?

Ja, das Gehalt im dualen Studium unterliegt grundsätzlich der Lohn- und Einkommensteuer sowie den Sozialabgaben. Da viele dual Studierende aber wenig verdienen, liegt das Jahresgehalt häufig nahe am steuerlichen Grundfreibetrag (2025: 12.096 Euro) – was bedeutet, dass kaum Lohnsteuer anfällt. Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Renten-, Pflegeversicherung) werden jedoch in der Regel voll abgezogen.

Welches duale Studium bringt am meisten Geld?

Besonders gut vergütet werden duale Studiengänge in der IT (Informatik, Wirtschaftsinformatik), im Bank- und Versicherungswesen, im Wirtschaftsingenieurwesen und im öffentlichen Dienst. Auch duale Studiengänge bei großen Industriekonzernen (z. B. Siemens, BMW, Bosch) oder dem öffentlichen Dienst (z. B. Bundesagentur für Arbeit, Zoll) gehören zu den besserverdienenden Modellen.

Wird man beim dualen Studium jeden Monat bezahlt?

Ja, in der Regel erhältst du dein Gehalt im dualen Studium monatlich – und das nicht nur in den Praxisphasen im Unternehmen, sondern auch in den Theoriephasen an der Hochschule. Das ist einer der größten Vorteile gegenüber klassischen Studienformen. Voraussetzung ist dabei in der Regel ein laufender Studien- oder Ausbildungsvertrag mit deinem Praxispartner.

Dein nächster Schritt: Finde das passende duale Studium

Das duale Studium kann dir eine einmalige Kombination bieten: Du verdienst von Anfang an echtes Geld, sammelst Berufserfahrung und erwirbst gleichzeitig einen anerkannten akademischen Abschluss. Welches Gehalt du letztlich bekommst, hängt von deiner Wahl des Studiengangs, des Unternehmens und der Region ab – aber der finanzielle Vorteil gegenüber einem klassischen Studium ohne Vergütung ist real und spürbar.
 

Bevor du dich bewirbst: Vergleiche Vergütungspakete sorgfältig, frag aktiv nach Zusatzleistungen und prüfe, ob das Gesamtpaket zu deiner Lebenssituation passt.