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Was brauche ich, um Lehramt zu studieren? (2026)

Das Lehramtsstudium in Deutschland erklärt: Voraussetzungen, Dauer, Lehramtstypen, Fächerwahl & Referendariat – dein Guide für 2026.

Lehrer*innen gehören zu den wichtigsten Berufen in unserer Gesellschaft: Sie begleiten Kinder und Jugendliche über viele Jahre, sollen Wissen vermitteln und individuelle Talente fördern – und damit ganze Lebenswege prägen. Kein Wunder also, dass das Lehramtsstudium zu den beliebtesten Studienrichtungen in Deutschland gehört.

Gleichzeitig stehen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt besser denn je – denn durch den Lehrkräftemangel werden in fast allen Bundesländern dringend neue Lehrer*innen gesucht. Wer heute Lehramt studiert, hat in der Regel gute Aussichten auf einen sicheren und sinnstiftenden Berufsweg.
 

Vielleicht fragst du dich gerade: Passt Lehramt überhaupt zu mir? Wie läuft das Studium ab? Und an welchen Schulen kann ich später einmal unterrichten? Genau diese Fragen beantworten wir in diesem Guide. Wir zeigen dir, wie das Studium aufgebaut ist, welche Schularten es gibt – und wie dein Weg in den Beruf aussieht. Vorab eine wichtige Info für dich: Das Lehramtsstudium ist in jedem Bundesland unterschiedlich organisiert. Es gibt verschiedene Schularten und Abschlüsse, die sich im Aufbau und in den Anforderungen unterscheiden können. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Details – und genau dabei helfen wir dir mit diesem Artikel.

Aufbau & Dauer des Lehramtsstudiums

Etwa 45.000 Menschen in Deutschland begannen im Wintersemester 22/23 (Quelle: CHE, 2024) ein Lehramtsstudium – eine ganz schön große Zielgruppe also. Dabei ist das Lehramtsstudium in Deutschland kein einheitlicher Studiengang, sondern kann je nach Bundesland, Hochschule und Studiengang (also dem jeweiligen Fach) unterschiedlich organisiert werden. Grundsätzlich kannst du erst einmal zwischen zwei Studienmodellen unterscheiden:

Modell 1: Bachelor + Master of Education

  • Du startest mit einem Bachelorstudium (häufig ein polyvalenter Bachelor, der dich sowohl für den Master of Education als auch für andere Master qualifizieren kann).
  • Daran schließt sich ein Master of Education (M.Ed.) an, der die Lehramtsausbildung komplettiert.
  • Die Dauer vom Lehramt ist abhängig vom Bundesland und vom Lehramtstyp: in der Regel für den Bachelor 6–8 Semester + für den Master 2–4 Semester, also eine Gesamtdauer zwischen 10–12 Semestern.

Modell 2: Erstes Staatsexamen

  • In einigen Bundesländern – z. B. Bayern – studierst du direkt auf das Erste Staatsexamen hin.
  • Eine Zwischenstufe bzw. einen ersten akademischen Abschluss wie beim Bachelor-Master-System gibt es hier nicht, dein erster akademischer Abschluss ist in diesem Falle das Erste Staatsexamen.
  • Die Dauer ist ähnlich wie beim Master of Education abhängig vom Bundesland und Lehramtstyp, in dem du studieren möchtest: in der Regel 9–10 Semester.

Ob du nun dein Studium mit dem Master of Education oder dem Ersten Staatsexamen absolvierst, entscheidest du nicht unbedingt selbst - dies hängt in der Regel von der Hochschule ab, für die du dich entscheidest und welches Studienmodell diese verfolgt. Wer den Master of Education oder das Erste Staatsexamen erfolgreich abgeschlossen hat, kann sich in der Regel in allen Bundesländern in Deutschland für das Referendariat – also den Vorbereitungsdienst – bewerben.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis). Das Lehramtsstudium im Spiegel der Hochschulstatistik (16. April 2025)

Lehramtstypen im Überblick

Aber wie entscheidest du dich nun, welche Schulstufe und welche Fächer du studieren möchtest? Jetzt wird es spannend – denn diese Wahl hängt auch davon ab, in welchem Bundesland du studierst und wo du später arbeiten möchtest.

„Wer sich für ein Lehramtsstudium entscheidet, muss bereits zum Studienbeginn richtungsweisende Entscheidungen treffen, die sich auf das Studium und das spätere Berufsleben auswirken: Angefangen bei der Wahl der Hochschule, über die Schulart bis zur Auswahl der Fächer."

Bianca Brinkmann, Expertin für Lehrkräftebildung beim CHE Centrum für Hochschulentwicklung (2024)

Ein Wechsel zwischen Bundesländern zwischen Studium und Referendariat ist zwar prinzipiell möglich, kann aber gerade bei den verschiedenen Lehramtstypen kompliziert werden oder mit zusätzlichen Auflagen verbunden sein. Deshalb solltest du dir schon frühzeitig überlegen, welche Schulform am besten zu dir passt und ob du tendenziell im jeweiligen Bundesland bleiben möchtest.

Die sechs Lehramtstypen in Deutschland

Die Kultusministerkonferenz (KMK) unterscheidet zwischen sechs Lehramtstypen, die dir bundesweit als Grundlage dienen:

  1. Lehramtstyp 1 – Primarstufe (Grundschule)
    ➡️ Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe
     
  2. Lehramtstyp 2 – Primarstufe & Sekundarstufe I kombiniert
    ➡️ Übergreifende Lehrämter der Primarstufe und aller oder einzelner Schularten der Sekundarstufe I
     
  3. Lehramtstyp 3 – Sekundarstufe I
    ➡️ Lehrämter für alle oder einzelne Schularten der Sekundarstufe I (Klassen 5–10, mit Fächern wie Deutsch, Mathe, Fremdsprachen, Naturwissenschaften)
     
  4. Lehramtstyp 4 – Sekundarstufe II
    ➡️ Lehrämter der Sekundarstufe II (allgemeinbildende Fächer) oder für das Gymnasium, Unterricht in der Mittel- und Oberstufe, inklusive Vorbereitung auf das Abitur
     
  5. Lehramtstyp 5 – Sekundarstufe II / berufliche Schulen
    ➡️ Lehrämter der Sekundarstufe II (berufliche Fächer) oder für die beruflichen Schulen; Unterricht an Berufsschulen, Berufskollegs oder Fachschulen; häufig mit fachlicher Spezialisierung (z. B. Wirtschaftswissenschaften)
     
  6. Lehramtstyp 6 – Sonderpädagogik
    ➡️ Fokus auf Schüler*innen mit besonderem Förderbedarf (Lernen, Sprache, emotionale und soziale Entwicklung usw.)

Innerhalb dieser Lehramtstypen kannst du die folgenden Schultypen vorfinden:

  • Grundschule (Primarstufe)
     
  • Realschule/Hauptschule/Mittelschule (Sekundarstufe I)
     
  • Gymnasium (Sekundarstufe I-II)
     
  • Berufsschule / Berufskolleg
     
  • Förderschule (Sonderpädagogik, diverse Förderschwerpunkte)
     
  • Waldorfschule (eigene Ausbildungswege, teils Lehramt mit Zusatzqualifikation)

Bei deiner Studiengangsrecherche wirst du schnell herausfinden, dass nicht jede Hochschule ein Studium für jeden Schultyp anbietet – und auch nicht jede Fächerkombination ist je nach Lehramtstyp möglich. Deswegen solltest du früh prüfen, welche Hochschulen deine Wunschfächer für den jeweiligen Schultyp anbieten – unser StudyFinder hilft dir dabei, in wenigen Klicks passende Lehramtsstudiengänge zu entdecken.

Voraussetzungen für das Lehramtsstudium

Wie sieht es nun mit den persönlichen und formalen Voraussetzungen fürs Lehramtsstudium aus? Ob du diese erfüllst, kannst du in der Regel auf den Webseiten deiner Wunsch-Hochschulen einsehen und dich dementsprechend vorbereiten. Die wichtigsten Zulassungskriterien hängen von deiner Wunsch-Hochschule und deinem Fach ab. In der Regel solltest du die folgenden Faktoren berücksichtigen:

  • Allgemeine Hochschulreife (Abitur) ➡️ für fast alle Lehrämter erforderlich.
     
  • Fachhochschulreife (Fachabi) ➡️ Bei bestimmten Schularten möglich (in bestimmten Ländern wie NRW oder Bayern ist dies z. B. für die Primarstufe/Sek. I der Fall, oft mit Fachabi + Praktikum).
     
  • Eignungsprüfungen ➡️ in manchen Fächern Pflicht, z. B. Kunst (Mappe), Musik (Vorspiel), Sport (Sporttest), Fremdsprachen (Sprachtests).
     
  • Sonderfälle ➡️ Manche Hochschulen verlangen ein phoniatrisches Gutachten (Stimmgesundheit, z. B. an der Uni Leipzig) oder den Nachweis eines Online-Selbsttests vor der Bewerbung (z. B. CCT, SeLF, ).

Informiere dich also rechtzeitig über solche spezifischen Voraussetzungen und  Bewerbungsfristen, da Eignungsprüfungen oft schon Monate vor dem Studienstart verlangt werden. Insbesondere bei Fächern wie Kunst, Musik oder Sport, bei denen zusätzlich praktische Eignungstests erforderlich sein können, solltest du dich im Vorfeld wegen einer möglichen Anmeldung zum Eignungstest informieren:

  • Kunst: Hier ist meist eine Mappe mit eigenen Arbeiten einzureichen. Manche Hochschulen verlangen zusätzlich eine praktische Prüfung oder ein Auswahlgespräch, bei dem du entweder deine eigenen Werke erklärst und/oder zu deinem fachlichen Wissensstand und Motivation abgefragt wirst.
     
  • Musik: Du absolvierst in der Regel eine musikalisch-praktische Aufnahmeprüfung, die zum Beispiel dein Instrument, Gesang, Gehörbildung und Musiktheorie umfasst.
     
  • Sport: Für Sportlehramt-Studiengänge ist fast immer ein Sporteignungstest erforderlich. Dieser überprüft Kondition, Koordination und Technik in verschiedenen Disziplinen – von Leichtathletik bis Turnen. Vereinzelt verlangen Hochschulen keinen Eignungstest, sondern bestimmte Notenpunkte im Abitur, ärztliche Bescheinigungen oder anderweitige Kenntnisse (z. B. Erste Hilfe, bestimmtes Schwimm- oder anderweitiges Sportabzeichen). Hochschulen, die Alternativen zum Sporteignungstest voraussetzen, sind die folgenden: Berlin, Bielefeld, Braunschweig, 
    Göttingen, Hamburg, Marburg, Oldenburg, Osnabrück und Saarbrücken (Stand: November 2025).

Falls du an Unterrichtsfächern wie Englisch oder Französisch Interesse hegst, solltest du dich zusätzlich bei deinen Wunsch-Hochschulen schlau machen: Manche Hochschulen verlangen für Philologien (z. B. Anglistik oder Romanistik) oder Theologie bestimmte Sprachzertifikate und Nachweise (z. B. Latinum, Graecum oder ein bestimmtes Niveau in der Zielsprache). Dies kann sich jedoch von Hochschule zu Hochschule unterscheiden. Andere Hochschulen bieten ihren Studierenden auch an, diese Nachweise neben dem Studium nachzuholen.


Die Wahl deiner Haupt- und Nebenfächer beeinflusst in der Regel die Schulform, an der du später arbeiten wirst – kann aber ebenso Einfluss auf deinen Unterrichtsalltag und den Korrekturaufwand haben. Zwei Hauptfächer wie Deutsch + Mathe können z. B. deutlich mehr Vorbereitung als eine Haupt-/Nebenfach-Kombination bedeuten. Mehr Infos zur Fächerkombination speziell an Gymnasien in Deutschland findest du in unserem Artikel-Cluster zum Thema.

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Beratungsbox

Wenn du nicht den klassischen Weg über das reguläre Lehramtsstudium gehst, sondern nach einem ersten Studium über den Quereinstieg ins Lehramt möchtest, können nochmal andere Auflagen gelten. Das können z. B. ein spezieller Master (z. B. der Q-Master), Zusatzqualifikationen oder pädagogische Ergänzungskurse sein. Mehr Infos dazu findest du hier.

Praxisphasen & Referendariat

Ein Lehramtsstudium ist praxisnah aufgebaut, damit du optimal auf den späteren Berufsalltag vorbereitet wirst. Die Praxisphasen gliedern sich in mehrere Stationen, bevor es nach deinem erfolgreichen Studienabschluss ins Referendariat – also den Vorbereitungsdienst – geht.

Orientierungspraktikum

  • Findet meist in den ersten Semestern statt.
     
  • Dauer: in der Regel 4 Wochen, je nach Hochschule.
     
  • Ziel: Einblicke in den Schulalltag, Beobachtung von Unterricht, Kennenlernen der Schulorganisation.

Schulpraktika & Praxissemester

  • Längere Praxisphasen während des Studiums, meist mehrere Wochen bis ein Semester.
     
  • Du übernimmst eigenständig Unterrichtseinheiten, planst Stunden und bekommst Feedback von Mentor*innen.
     
  • Praxisnaher Lerneffekt: Hier lernst du echte Unterrichtssituationen zu meistern und die Theorie direkt anzuwenden.
     

Referendariat: Dein Vorbereitungsdienst

  • Diese zweite Ausbildungsphase dauert häufig 16–24 Monate und findet direkt an einer Schule statt.
     
  • Hier sammelst du praktische Erfahrung, wirst in der Regel von einer Lehrkraft begleitet und legst am Ende das Zweite Staatsexamen ab.
     
  • Die Länge des Referendariats hängt hierbei vom Bundesland ab, in dem du es absolvierst. Je nach Bundesland kann aber auch das Lehramt (z. B. Primarstufe vs. Sekundarstufe II), für das du dich entscheidest, Auswirkungen darauf haben, wie lange dein Vorbereitungsdienst zum Zweiten Staatsexamen dauern wird.
     

Tabelle 1: Lehramt (Stand: November 2025)

Bundesland

Lehramtstypen

Dauer des Referendariats

Studien-

standorte

Baden-

Württemberg

Grundschule, Sekundarstufe I, Gymnasium, Sonderpädagogik, Höheres Lehramt an beruflichen Schulen

18 Monate

Standorte zum Studieren (z. B. Uni Tübingen, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg)

Bayern

Grundschule, Mittelschulen, Realschule, Gymnasium, Lehramt an beruflichen Schulen, Sonderpädagogik

24 Monate

Standorte zum Studieren (z. B. LMU München, Uni Regensburg)

Berlin

Grundschule, Lehramt an Integrierten Sekundarschulen und Gymnasien, Lehramt an beruflichen Schulen

18 Monate

Standorte zum Studieren (z. B. FU Berlin, HU Berlin, TU Berlin)

Brandenburg

Lehramt für die Primarstufe, Lehramt für die Sekundarstufen I und II, Lehramt für Förderpädagogik

12 bzw. 18 Monate (Lehramt für die Sekundarstufen II mit beruflichen Fächern)

Standorte zum Studieren (z. B. Uni Potsdam)

Bremen

Grundschule, Gymnasien / Oberschulen, Lehramt für Inklusive Pädagogik / Sonderpädagogik und Lehramt an berufsbildenden Schulen

18 Monate

Standort Uni Bremen

Hamburg

Grundschule, Sekundarstufe I und II (Stadtteilschulen und Gymnasien), Lehramt für Sonderpädagogik – Profilbildung Grundschule, Lehramt für Sonderpädagogik – Profilbildung Sekundarstufe, Lehramt an berufsbildenden Schulen

18 Monate

Standorte zum Studieren (z. B. Uni Hamburg)

Hessen

Grundschule, Lehramt an Hauptschulen und Realschulen, Lehramt an beruflichen Schulen, Gymnasium, Lehramt für Förderpädagogik

21 Monate

Standorte zum Studieren (z. B. Uni Frankfurt, TU Darmstadt)

Mecklenburg-

Vorpommern

Grundschule, Lehramt an Regionalen Schulen, Lehramt an Gymnasium, Lehramt für Sonderpädagogik, Lehramt an beruflichen Schulen

18 Monate

Standorte zum Studieren (z. B. Uni Rostock, Uni Greifswald)

Niedersachsen

Grundschule, Lehramt an Haupt- und Realschulen, Lehramt an Gymnasien, Lehramt an berufsbildenden Schulen, Lehramt für Sonderpädagogik

18 Monate

Standorte zum Studieren (z. B. Uni Göttingen, Uni Hannover)

Nordrhein- Westfalen

Grundschule, Lehramt an Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen, Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen, Lehramt an Berufskollegs, Lehramt für sonderpädagogische Förderung

18 Monate

Standorte zum Studieren (z. B. Uni Münster, Uni Köln, Ruhr-Uni Bochum)

Rheinland-

Pfalz

Grundschule, Lehramt an Realschulen plus, Lehramt an Gymnasien, Lehramt an berufsbildenden Schulen, Lehramt an Förderschulen

18 Monate

Standorte zum Studieren (z. B. Uni Mainz, Uni Kaiserslautern)

Saarland

Primarstufe (LP), Sekundarstufe I (Klassenstufen 5-10) (LS1), Lehramt für die Sekundarstufen I und für die Sekundarstufe II (Gymnasium und Gemeinschaftsschulen) (LS 1+2) sowie Lehramt an beruflichen Schulen (LAB)

18 Monate

Standorte zum Studieren (z. B. Uni des Saarlandes)

Sachsen

Grundschule, Lehramt an Oberschulen, Lehramt an berufsbildenden Schulen, Lehramt an Gymnasien, Lehramt Sonderpädagogik

18 Monate

Standorte zum Studieren (z. B. TU Dresden, Uni Leipzig)

Sachsen-

Anhalt

Grundschule, Sekundarschule, Gymnasium, Lehramt an berufsbildenden Schulen, Lehramt an Förderschulen

 

16 Monate

Standorte zum Studieren (z. B. Uni Magdeburg, Martin-Luther-Uni Halle)

Schleswig-

Holstein

Grundschule, Gymnasium, Gemeinschaftsschule, Lehramt für Sonderpädagogik, Lehramt an berufsbildenden Schulen

18 Monate

 

Standorte zum Studieren (z. B. Uni Kiel, Europa-Uni Flensburg)

Thüringen

Grundschule, Regelschule, Gymnasium, Lehramt an berufsbildenden Schulen, Lehramt für Förderpädagogik

18 Monate (Grundschule) bzw. 24 Monate für alle weiteren Lehrämter (Verkürzung durch Praktika möglich, bis zu 6 Monate)

Standorte zum Studieren (z. B. FSU Jena, Uni Erfurt)

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Weitere Informationen

Lehramtspraktika

Die Lehrerbildung in Deutschland entwickelt sich stetig weiter – insbesondere um neue Zielgruppen für den Lehrerberuf zu gewinnen und dem Lehrkräftemangel entgegenzuwirken. Quereinstiege sind dabei eine immer beliebtere Möglichkeit. Wer bereits einen Hochschulabschluss in einem anderen Fach hat, kann über spezielle Masterprogramme, sogenannte Q-Master, in den Lehrerberuf einsteigen. Diese Programme vermitteln die erforderlichen pädagogischen und fachdidaktischen Kompetenzen innerhalb kürzerer Zeit und eröffnen so eine flexible Alternative zum klassischen Lehramtsstudium.
 

Ein weiterer Trend ist das duale Lehramtsstudium, das theoretisches Studium und praktische Erfahrungen in Schulen miteinander kombiniert. Studierende verbringen dabei einen Teil der Woche an der Hochschule und parallel an einer Partnerschule, wodurch der Praxisbezug von Beginn an gestärkt wird. Mehr zu diesen Möglichkeiten erfährst du in unserem dazugehörigen Artikel-Cluster.
 

Darüber hinaus setzen einzelne Bundesländer verstärkt auf die Ausbildung von Ein-Fach-Lehrkräften, um gezielt Engpässe in besonders nachgefragten Fächern wie Mathematik, Englisch oder Physik zu decken. Diese Spezialisierung ermöglicht es, nur ein Fach intensiv zu studieren und darauf aufbauend direkt in den Schuldienst einzutreten.
 

Diese Entwicklungen zeigen, dass der Lehrerberuf nicht nur vielfältige Einstiegswege bietet, sondern auch zwangsläufig auf die Bedürfnisse von Interessent*innen wie dir auf dem Arbeitsmarkt reagieren muss, um langfristig attraktiv bleiben zu können.

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Weitere Informationen

Ich will nicht mehr Lehrer*in sein

Nach dem Studium: Beruf & Alternativen

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Lehramtsstudiums beginnt für die meisten Absolvent*innen das Referendariat, gefolgt von der regulären Lehrtätigkeit. Du wirst beispielsweise an Grundschulen, Realschulen, Gymnasien, Berufsschulen oder Förderschulen unterrichten – jede Schulform bringt unterschiedliche pädagogische Anforderungen, Unterrichtsinhalte und Altersgruppen mit sich, sodass die Arbeit als Lehrerin stets abwechslungsreich bleibt.
 

Trotzdem muss diese Entscheidung nicht bedeuten, dass du für immer als Lehrer*in arbeiten musst. Neben der klassischen Lehrtätigkeit gibt es zahlreiche alternative Berufsmöglichkeiten, für die du mit dem Master of Education, dem Ersten oder Zweiten Staatsexamen nach dem Referendariat qualifiziert bist. Lehramtsabsolvent*innen können ihr pädagogisches Wissen und ihre Expertise in Schulbuchverlagen, Bildungszentren, der Erwachsenenbildung oder bei NGOs einbringen. Auch Tätigkeiten in der Beratung, in Stiftungen oder in bildungsnahen Unternehmen sind mögliche Wege, die den pädagogischen Background optimal nutzen.
 

Darüber hinaus ist die berufliche Weiterentwicklung ein wichtiger Bestandteil der Lehrer*innenkarriere. Lehrerinnen und Lehrer können sich durch Fort- und Weiterbildungen in ihrem Fach, in Didaktik oder in schulübergreifenden Projekten kontinuierlich weiterqualifizieren. Für verbeamtete Lehrkräfte gibt es zudem spezielle Programme zur Karriereentwicklung und Besoldungsstufen, die den Einstieg in Leitungsfunktionen an Schulen erleichtern.

Weiterführende Quellen & Informationen

Deutscher Bildungsserver: Lehrkräftebedarf und Lehrkräftebedarfsprognosen: In welchen Bundesländern gibt es einen Lehrermangel? (zuletzt aufgerufen am: 25.11.2025)

Deutsches Schulportal der Robert Bosch Stiftung: Prognose. Lehrermangel bleibt ein Problem – Schülerzahl wächst bis 2032 (10. November 2025)

Kultusministerkonferenz (KMK): Lehrkräftebildung in den Ländern (zuletzt aufgerufen am: 25.11.2025)

Statistisches Bundesamt (Destatis): Das Lehramtsstudium im Spiegel der Hochschulstatistik (16. April 2025)